Europa feiert den Tag der Streuobstwiese und die NorA feiert mit!

Am 29. April steigen europaweit unzählige Luftballone aus den blühenden Streuobstwiesen empor (metaphorisch). Denn Europa feiert den Tag der Streuobstwiese und lädt Sie alle ein! Der Mitmach- und Erlebnistag steht unter dem Motto #orchardseverywhere und #streuobstueberall. Ab sofort gibt es eine eigene Webpräsenz als europäische Drehscheibe.

 

Am 29. April finden zahlreiche Aktionen in ganz Europa statt - von Großbritannien bis nach Südtirol und von Transsilvanien bis an den Atlantik. Seien Sie dabei und genießen Sie den Tag – in Ihrer Heimat, bei einem Ausflug oder im Urlaub.

Unter dem Motto #orchardseverywhere oder #streuobstueberall begeistern wir ganz Europa! Denn in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Slowenien, Luxemburg, in der Schweiz und vielen weiteren Staaten gibt es Menschen mit großer Leidenschaft für die Streuobstwiesen. Gemeinschaftlich wollen wir diese Leidenschaft zeigen und weitergeben. Die Hashtags gehen wie eine La-Ola-Welle durch Instagram & Co.

 

Plakat Streuobsttag

Ein weiteres vielfältige Programm finden Sie ab sofort unter:

http://orchardseverywhere.com/aktionen/

www.hochstamm-deutschland.de

 


Auf den Streuobstwiesen wurzeln in Reihen und unregelmäßigen Abständen großwüchsige Obstbäume vieler Arten und Sorten. Eine hohe Anzahl teils bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist dort beheimatet. Die Wiesen sind eine durch den Menschen geschaffene Kulturlandschaft und überleben nur durch die Bewirtschaftung. Unser traditionelles Wissen über die Baumpflege, die Weiterverarbeitung des Obsts und vieles mehr ist der fruchtbare Boden des Streuobstanbaus. Vielerorts in Europa prägen die Streuobstwiesen ganze Natur- und Kulturlandschaften, doch der Bestand der Obstbäume schwindet. Der Tag der Streuobstwiese richtet das Spotlight auf die Schönheit der blühenden Streuobstwiesen und die leckeren Produkte, die aus den Früchten kreiert werden.

 

Hintergrundinformationen:



Hochstamm Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger, bundesweit tätiger Verein mit Sitz in Baden-Württemberg, der sich für den Erhalt von Streuobstwiesen einsetzt. Hinter Hochstamm Deutschland stehen Streuobst-Initiativen, Kommunen, Verbände und Privatpersonen.

Ziel des Vereins ist es, Streuobstwiesenfreunde dabei zu unterstützen, den verbliebenen Bestand zu erhalten und Ideen für seine Weiterentwicklung zu geben – durch Vernetzung, Austausch und Beteiligung. Hochstamm Deutschland bietet dazu u.a. auf der vereinseigenen Homepage (www.hochstamm-deutschland.de) eine Plattform. Der Verein setzt sich auch dafür ein, dass die zeitund arbeitsintensive Pflege einer Streuobstwiese nicht nur Herzensangelegenheit ist – mit Vermarktungswegen und -ideen, die eine wirtschaftliche Grundlage für den Anbau auf Hochstamm-Streuobst schaffen. Dazu gehört das aktuelle Gemeinschaftsmarketing-Projekt. Dort erarbeitet der Verein mit zahlreichen Bewirtschaften und weiteren Fachkundigen ein gemeinsames Siegel für „100 % Streuobstprodukte“.


Zudem schaffte es der Verein gemeinsam mit über 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern den Streuobstanbau in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu bringen. Damit rückt der Streuobstanbau vermehrt in den öffentlichen Fokus. Diese Aufmerksamkeit trägt zur Erhaltung der Streuobstkultur und des damit verbundenen Wissens bei. Im Nachgang diesen Erfolges wurde der internationale „Tag der Streuobstwiese“ durch verschiedene Initiatoren ins Leben gerufen. Er findet jährlich am letzten Freitag im April statt.


Immaterielles Kulturerbe


Immaterielle Kulturerbe sind kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen getragen und von Generation zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt werden. Immaterielles Kulturerbe ist nicht anfassbar, sondern an den Menschen gebunden und wird durch das Engagement seiner Träger lebendig gehalten. Streuobstlandschaften als Äcker, Wiesen oder Alleen mit hochstämmigen, großkronigen Obstbäumen sind aus einer landwirtschaftlich-kulturellen Entwicklung entstanden und damit direkt an menschliches Wissen gebunden. Die Anlage, Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen, das Züchten von Obstsorten und die Ernte sowie Verarbeitung des Obstes beruhen auf umfangreichem
Erfahrungswissen im Umgang mit der Natur. Neben kulturellen Ausdrucksformen wie Erntefesten und -ritualen wurden über Jahrhunderte hinweg spezielle Handwerkstechniken z.B. zur Pflege von Streuobstbäumen entwickelt und verfeinert. Die kulturellen Eigenschaften von Streuobst stimmen mit den UNESCO-Kriterien in folgenden Punkten überein: Wissen
und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum, traditionelle Handwerkstechniken, Bräuche, Rituale und Feste (Mostfest Flachslanden).


Die Idee Streuobst auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes zu bringen, entstand bereits vor vier Jahren beim Landesweiten Streuobsttag Baden-Württemberg 2015. Die Initiatoren haben diese Idee seitdem im Rahmen der Streuobsttage z.B. über einen eigenen Newsletter weitergetragen und diskutiert. Hochstamm Deutschland e.V. ist teilweise aus der Vernetzung der Streuobsttage entstanden und hat im Jahr 2019 die Initiative ergriffen, die Antragstellung als bundesweites Kooperationsprojekt zu organisieren. 2021 wurde dem Antrag, dem sich über 1,3 Millionen UnterstützerInnen angeschlossen hatten, stattgegeben und der Streuobstanbau in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Hochstamm Deutschland e.V. bittet bei Veröffentlichungen um einen korrekten Sprachgebrauch: Hinweis zum Sprachgebrauch. Zu beachten gilt insbesondere, dass in Verbindung mit dem Immateriellen Kulturerbe immer vom „Streuobstanbau“ zu sprechen ist – nicht von Streuobst, Streuobstwiesen etc. Aktuell ist ausschließlich Hochstamm Deutschland e.V. autorisiert das Logo „Immaterielles Kulturerbe“ für nicht-kommerzielle Zwecke zu verwenden.


Unterstützt wird der Verein bei seiner bundesweiten Kulturerbe-Kampagne mit einer Förderung aus dem Bundesprogramm
Ländliche Entwicklung (BULE).